Wissenswertes rund ums Jonglieren
Das Jonglieren gilt vor allem als Kunst, die Artisten im Zirkus oder im Varieté vorführen, um das Publikum mit ihrem Können zu faszinieren. Jonglage kann wird aber auch als Sport betrachtet und als Hobby betrieben. Wenn es um Jonglier-Formen geht, kann daher von klassischen Standardformen aber auch von exotischen Formen gesprochen werden. Denn, wie manche Jongleure behaupten, ist Jonglieren keine Kunst, sondern eine Fertigkeit, die von jedem erlernt werden kann.
Die einzelnen Jonglier-Formen können dabei nach verschiedenen Kriterien klassifiziert werden. Und zwar je nach der Art der Requisiten, je nach der Anzahl der gleichzeitig jonglierenden Jongleure, je nach der Anzahl der Requisiten, je nach den Jonglagemustern oder nach der Art, wie mit den Requisiten hantiert wird. Zu den klassischen Jonglier-Requisiten zählen die Jonglier-Bälle, die Jonglier-Keulen und die Jonglier-Ringe, viel spezifischer sind die Jonglier-Requisiten Diabolo und Devilstick. Wer das Jonglieren sicher beherrscht, kann allerdings mit jedem Gegenstand jonglieren, den er in die Luft werfen und sicher fangen kann. Zu den klassischen Jonglier-Formen zählen die Wurfjonglage (Requisiten werfen und fangen), die Kontaktjonglage (Requisiten am Körper balancieren) und das Spinning (Drehen von Stiften um die Finger oder den Körper).
Die Grundformen der Jonglage, die mit Bällen, Keulen und Ringen möglich sind, sind die Kaskade, die Fontäne und das Shower. Sie unterscheiden sind grundsätzlich durch die Figur, die von den geworfenen Requisiten beim Werfen und Umlauf "gezeichnet" wird. Bei der Kaskade werden je nach Fertigkeit bis zu zehn Gegenständen (gerade oder ungerade Anzahl) eingesetzt: bei der "richtigen" Kaskade ungerade, bei der "falschen" gerade Anzahl. Die Gegenstände "zeichnen" dabei eine liegende Acht. Bei der Fontäne werden dagegen immer gerade Anzahl Gegenständen eingesetzt, wobei jede Hand ihre eigene Hälfte davon zum Werfen und Fangen hat. Bei dem Shower können eine beliebige Anzahl Gegenständen eingesetzt werden, entscheidend ist hier, dass die Gegenstände immer einen Kreis "zeichnen".
Eine beliebte Form Jonglage ist das Passen (auch Passing), die Gruppenjonglage, bei der zwei oder mehr Personen zusammen jonglieren, wobei am häufigsten Keulen verwendet werden. Hier bieten sich viele Abwandlungen. Und zwar je nach dem, welche Jonglagemuster, welche Positionierung zueinander und welche Art des Zuwerfens die Jongleure gewählt haben. Mögliche Varianten sich zu positionieren sind: nebeneinander stehen, hintereinander stehen, sich gegenüber stehen (ob frontal, oder aber auch Rücken an Rücken), stehend, sitzend, liegend. Die Positionen wechseln, sich beim Jonglieren bewegen, ist auch möglich, sicherlich eher für fortgeschrittene Jongleure. Das Jonglagemuster kann ebenfalls variiert werden. Noch interessanter wird Passing, wenn die Jongleure sich die Requisiten nicht "freiwillig" zuwerfen, sondern diese von einander "klauen". Eine spannende Variante ist die Requisitenart zu tauschen, alte aus dem Spiel zu nehmen und neue einzubringen.
Jonglage als Comedy ist eine willkommene Form, die das Publikum nicht nur durch die Kunst der Jonglage, sondern auch durch die begleitende Komik begeistern kann. Wobei dank kleinen Änderungen der Situationskomik die Show nie langweilig werden kann.
Schließlich gibt es die Jonglage auch in der Form von Sport, wobei die Jongleure ihre Fertigkeiten bei Wettbewerben unter Beweis zu stellen haben. Als einheitliche Sportform gilt das Jonglagemuster Kaskade. Jongliert wird mit Bällen, Ringen und Keulen.